Big
Jump
Idee
Von
der Zeit als man die Flüsse vergessen hatte ......
Im
20. Jahrhundert begannen die Menschen ihre Flüsse zu vergessen,
sie waren zu Abwasserkanälen verkommen, stinkend und gefährlich
und oft exklusiv genutzt zur Schiffahrt, Energienutzung oder
zur Bewässerung von intensiv genutzten Landwirtschaftsflächen
und für industrielle Zwecke.
Oft war der Zugang zu den alten Ufern verboten oder Strassenbau,
Industrieanlagen und andere Hindernisse erschwerten den Zugang.
Manche Bäche und Flüsse verschwanden regelrecht unter
dem Asphalt und die früheren zahlreichen Badestrände
und Badeanstalten wurden kurzum geschlossen. Die Menschen drehten
den Flüssen den Rücken zu und fühlten sich nicht
mehr verantwortlich.
Glücklicherweise
ist eine Trendwende eingetreten, denn die enormen Bemühungen
zur Abwasserreinigung und der Revitalisierung von Gewässern
seit den 80 und 90er Jahren und modernes Flussmanagement beginnen
allmählich Früchte zu tragen.
...
zur wiederentdeckten Freude am Leben mit und an den Flüssen
Am
Rhein, der Elbe, der Rhone und anderswo erreicht die Wassergüte
inzwischen wieder hier und dort und immer öfter Badewasserstandards
oder man ist auf dem besten Wege dazu. Parallel dazu steigt
vielerorts die Artenvielfalt, Lachse kehren zurück und
man kann nicht nur wieder Fische fangen, sondern auch welche
gefahrlos verzehren. Manchmal hört man wieder Kinderlachen
an den Ufern, und wer gut hinschaut findet an ausgewählten
Plätzen erneut Strandleben, Badende oder etwa Kanuten.
Längst
ist es noch nicht überall zu Besten bestellt, aber man
kann wieder hoffen. Der neue Umgang mit den Flüssen und
Seen ist vielversprechend und muss zunehmend und dauerhaft an
allen Ströme und Fliessgewässer Europas praktiziert
werden.
Diese
ersten Erfolge und die noch zaghaften Kontakte der Menschen
mit ihren Flüssen erleichtern und fördern die Einsicht,
dass es sich lohnt Flüsse zu respektieren, zu renaturieren,
die Wasserqualität zu verbessern und den Flüssen wieder
Raum zu geben ! Als direkte Folge werden sich die Bürger
wieder verantwortlich fühlen können für "ihre"
sauberen und schönen Flüsse und Gewässer.
Die
Tendenz "Hin zum Fluss" findet sich auch in modernen
Stadtbauprojekten wieder. Flüsse nehmen wieder eine zentrale
Rolle in den urbanen Planung ein.
Städte wie Wien, München, Berlin, Paris, Lyon und
andere haben grossartige Projekte realisiert oder in Planung.
Flussufer werden, oft in Verbindung mit modernem Hochwasserschutz,
zu hochattraktivem Raum umgestaltet, ganze Verkehrsachsen werden
verlegt. Es enstehen Oasen der Ruhe und Entspannung und in einigen
Fällen werden sogar wieder Badegelegenheiten angeboten.
All
dieses sind untrügliche Zeichen :
Die
Rückeroberung der Flüsse durch die Bürger
hat begonnen ......
Das
Projekt BIG JUMP mit seinen Flussbadetagen möchte diesen
begonnenen Prozess der "Versöhnung" mit den Flüssen
und Seen fördern, die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren,
erzielte Erfolge in Sachen Wasserqualität ausweisen und
im weitesten Sinne dazu beitragen, dass sich die BügerInnen
wieder für ihre Gewässer und die entsprechende Politik
interessieren.
Dies ist wohl ein unabdingbare Etappe um die Menschen in einen
partizipativen Prozess etwa bei der Gestaltung und Umsetzung
des anspruchsvollen europäischen Wasserrahmenrichtlinie
und weiterer Projekte zu grossräumigen Schutz der Fliessgewässer,
Feuchtgebiete und Grundwässer einzubinden.
...
und Bürgerbeteiligung zum Schutze der Flüsse und Gewässer
wird
gefördert
und
was ist nun der BIG JUMP ?